Grindelwald for excellence

Grindelwald for excellence


Willkommen auf der privaten und unabhängigen Plattform von Manfred Braun zur touristischen Entwicklung von Grindelwald und der Jungfrau Region.


10-Tagesprognose: Temperatur - Niederschlag

Sommerabo:

Jetzt das Sommerabo Jungfrauregion (leider ohne Schilthornbahn, Grindelwaldbus, Pfingsteggbahn und Sulwald-Bahn) lösen.



NEWS AUS GRINDELWALD

  • "Frère rouge von Grindelwald"
    ist drauf und dran mit seinen Aktion vollends auf die Nase zu fallen. Siehe Artikel im Berner Oberländer und die Weiterziehnung ans Verwaltungsgericht (Jungfrauzeitung), wo er wie erwartet abermals verloren hat - siehe Artikel in der Jungfrauzeitung. Auch mit seinen Klagen gegen JB-CEO Kessler und gegen den Anwalt der Gde. Grindelwald ist er gescheitert. Schlussendlich muss sogar teilweise der Steuerzahler für seine aussichtslosen Unterfangen aufkommen. Ob Peter Roth mit diesen Peinlichkeiten noch das Bundesgericht bemüht, wird man vielleicht demnächst erfahren.
    Die Bergschaft Wärgistal will bis Ende Juni 2015 nochmals bezüglich Ueberfahrtsrechte des geplanten Eigerexpress abstimmen lassen. Siehe die Artikel im Berner Oberländer.

  • Erneut über 30 Mio Reingewinn für die Jungfraubahnen Holding und die Rückweisung des V-Bahn-Projekts durch das ARE
    Das Jungfraujoch ermöglicht der JB Jahr für Jahr neue Rekorde und bestätigt damit die erfolgreiche Strategie. Mit neuer Attraktion für die asiatischen Gäste will man die Ertragslage der Firstbahn verbessern. Damit wurde nun noch der letzte "Bähnli-Hoger" in der Jungfrauregion mit einer zusätzlichen Gipfel-Attraktion nachgerüstet. Das ist gut so!

    Dafür hat das ARE das V-Bahn-Projekt zurückgewiesen und verlangt vor allem mehr Details zu den Verkehrsmassnahmen. Was ich bereits vor einem halben Jahr (siehe weiter unten) am Projekt bemängelt habe, ist nun auch dem Bundesamt für Raumplanung aufgefallen. Die sichtbare Projektplanung hört bei der Rothenegg auf. Sollten die Touristen im Winter tatsächlich in den erhofften Massen kommen, so dass auch die Notparkplätze regelmässig bis hinten zur Landi besetzt sein werden, dann geht das ganz sicher nicht ohne zusätzliche Massnahmen an der Hauptstrasse wie z.B. die Aufhebung der Bahnübergänge in Burglauenen / Zweilütschinen und natürlich den rechtzeitigen Bau der geplanten Umfahrung Wilderswil.  Siehe Artikel im Berner Oberländer. Ansonsten ist das Parkhaus natürlich super, weil in Zukunft die Autos unter dem begrünten, resp. schneebedeckten Dach versorgt sein werden. Später werden hoffentlich auch viele Autos bereits auf dem Flugplatz Interlaken parkiert werden können, damit die Touristen die Fahrt durchs Tal per ÖV (BOB) bestreiten. Dazu braucht es eine neue BOB-Haltestelle beim Flugplatz Interlaken. Es muss so attraktiv sein, damit es eine Familie vorzieht mit der ganzen Wintersportausrüstung in die BOB zu steigen, als den langen Marsch vom Parkplatz zu den Talstationen zu bewältigen.


  • Während die Jungfrauregion weiter diskutiert zieht Zermatt davon

    Die Zermatter gaben bekannt, parallel zur Luftseilbahn TrockenerSteg-KleinMatterhorn bis 2019 eine neue 3S Gondelbahn zu bauen. Damit legen sie die Grundlage zum Nachfolgeprojekt der Verbindung KleinMatterhorn-TestaGrigia. Mit diesen 2 neuen Bahnen werden die Walliser Touristiker den wohl spektakulärsten Alpenübergang realisieren und verbinden Zermatt direkt mit Cervinia. Für einen Teil der int. Touristen führt in Zukunft der Weg von der Schweiz nach Italien übers Klein Matterhorn, was natürlich auch umgekehrt funktioniert. Mit diesem Angebot erhalten die beiden Stationen Zermatt und Cervinia gegenüber anderen Anbietern mit Gletschererlebnis wie z.B. die Jungfraubahnen einen enormen Vorteil. Global betrachtet wird die Schweiz in der Summe an Attraktivität gewinnen. Wenn es den Zermattern gelingt, diesen neuen Alpenübergang vor allem in Asien erfolgreich zu vermarkten, wird dies zu einem Teil auf Kosten der JB geschehen auch wenn das im Moment noch unvorstellbar ist. Anderseits gibts bereits eine solche Verbindung zwischen Chamonix (F) und Coumayeur (I), die aber kaum bekannt ist. Trotzdem ist es jetzt noch wichtiger, dass es vorwärts geht mit dem V-Bahn-Projekt der JB.
Der passende Leserkommentar von Urs Hauser in der Jungfrauzeitung.

  • Parkhaus V-Bahn nur noch 9 m hoch! Aufgrund der Einsprachen wird mit einem zusätzlichen Untergeschoss die Gebäudehöhe des Parkhauses um 2.8 m reduziert. Für die Umgebung ist das sicher ein Vorteil. Die Höhe der Talstationen bleibt hingeben unverändert, die nun halt etwas mehr aus dem Konzept ragen. Artikel in der Jungfrauzeitung.

Ich wage mal zu behaupten dass ohne das Engagement der mittlerweile schweizweit bekannten Gebrüder "Rouge" aus Grindelwald die Zweitwohnungsinitiative nicht angenommen worden wäre. Sie brachten genau im richtigen Zeitpunkt die passende Story aus Grindelwald, womit sich viele stimmberechtigte Schweizerinnen und Schweizer identifizieren konnten und ein JA einlegten. Roth's sorgten für den berühmten entscheidenden Tropfen und verfolgten dabei lediglich eine persönliche Fehde zwischen ihnen und der Gemeinde Grindelwald. Mit der EWAP-Story gingen sie durch alle Instanzen und bekamen schlussendlich Recht am Bundesgericht. Dahinter liegt eine Geschichte, die auch jetzt mit der Jungfraubahn wieder eine Rolle spielt. Roth's gehört ein Landstück vis-à-vis der Männlichenbahn. Die Gemeinde Grindelwald hatte mal zuviel Bauland und entschied u.a. das Bauland der Gebrüder Roth auszuzonen. Wie die meisten Leute hätten sich Roth's durch den Verkauf ihres Landstücks zum Baulandpreis finanziell in eine komfortable Situation bringen können. Der Entscheid der Gemeinde - ich kenne die Kriterien nicht - zerstörte die Aussicht auf den grossen Gewinn. Seit damals haben die Gebrüder Roth mit der Gemeinde Grindelwald eine Rechnung offen. Im Zusammenhang mit den Jungfraubahnen und einem der beiden Brüder gäbe es noch eine andere Story, die wohl beim jetzigen Konflikt auch noch eine Rolle spielt. Ich nehme an dass die Gebrüder Roth in der aktuellen Angelegenheit von den Exponenten der Gegnerschaft des V-Bahn-Projekts vor den Karren gespannt werden. Hoffentlich sind sie sich bewusst auf was sie sich da eingelassen haben. Ich würde beiden Parteien empfehlen, zu versuchen im Rahmen einer Mediation eine gütliche Einigung zu finden - bevor noch mehr Geschirr zerschlagen wird. Für Roth's könnte es bedeuten, dass sie diesmal vor Bundesgericht keinen Erfolg haben und sogar noch mit einer Strafe rechnen müssen. Für die Jungfraubahnen und vor allem für die GGM würde der Rechtsweg durch alle Instanzen auf jeden Fall eine massive Verzögerung des V-Bahn-Projekts zur Folge haben. Die Konzession der GGM läuft definitiv am 31.12.2016 ab. Entweder gelingt es irgendwie die Konzession über die Frist der juristischen Vorgänge hinaus zu verlängern oder die GGM wird am 1.1.2017 still gelegt. Das Amt für Raumplanung will wie man erfahren hat erst über das V-Bahn-Projekt entscheiden, wenn der laufende Rechtsstreit erledigt ist. Damit hätte auch die Bergschaft Wärgistal Grund genug erst mal abzuwarten. Daneben bestehen nach wie vor eine ganze Reihe an hängigen Einsprachen von denen jede einzelne auch noch durch alle Instanzen getrieben werden könnte. Die JB liess mittlerweile verlauten, dass sie auf Enteignungen verzichten will. Das heisst für mich, der Punkt wo die JB das V-Projekt aufgeben wird, liegt doch etwas näher als vielleicht einige meinen. Auf jeden Fall bleibt es spannend, zu verfolgen wer länger (Geld und) Geduld aufbringen kann. Meine Informationen mögen unvollständig oder sonstwie zu kritisieren sein. Wer es besser weiss, kann es mir gerne mitteilen.  

  • An der denkwürdigen Gemeindeversammlung vom 24.10.2014 haben die Stimmbürger von Grindelwald mit 71 % JA fürs Projekt V-Bahn gestimmt. Das ist ein klares Zeichen, dass eine überwiegende Mehrheit das Grossprojekt als Ganzes befürworten. Nach Grindelwald hat auch Lauterbrunnen JA zur V-Bahn gesagt. Bis zum ersten Spatenstich werden jedoch noch viele Monate vergehen. Ab jetzt geht es um Nachverhandlungen mit der Bergschaft Wärgistal um eine einvernehmliche Lösung anzustreben. Der Bericht des AGR Kanton Bern, das auch die hängigen Einsprachen behandelt, wird erst gegen April 2015 erwartet. 

Spricht man mit den Leuten überwiegt die Freude dass es mit der V-Bahn vorwärts geht. Trotzdem ist man der Meinung, dass das Verkehrsproblem der erhofften Touristenmassen noch überhaupt nicht gelöst ist. Es gilt jetzt aufzuzeigen, wie man von Anfang an sicherstellen will, dass das Tal nicht regelmässig an den Wochenenden einen Verkehrskollaps melden muss. 






Holen Sie sich hier die Version 2.0 meines Leserkommentars mit zusätzlichen Grafiken.

Geschätzte Kosten der 12 Massnahmen: 15 - 20 Mio CHF
Abbildung des Hiendertelti (by GoogleErde)






  • Auf First gibt's wieder eine Halfpipe - die JB zieht momentan alle Register
  • Wintersaisonabo ab Saison 2014/2015 - erw. Geltungsbereich
    Neu dürfen Einheimische, Chalet- und FeWo-Besitzer das Abo auf den BEO-Strecken Bödeli und Lütschinentäler auch für Schul- und Berufsfahrten verwenden. Preise fürs Wintersaisonabo:
    normal Erw. Fr. 915.-, Einheimische Erw. Fr. 450.-, Kinder Fr. 270.-
    -- klick auf die Medienmitteilung der JB

  • Bei der ganzen Planung rund um die V-Bahn fehlt m.E. in Anbetracht des erhofften Zusatzvolumens an Gästen eine Optimierung der Kantonsstrasse von und nach Grindelwald. Mit dem Bau der Umfahrung Wilderswil soll je nach Finanzlage des Kantons ca. 2018 begonnen werden. Die BOB wird zurzeit ausgebaut (neuer Tunnel). Wenn später sogar der Viertelstunden-Taktplan eingeführt wird, kann man sich vorstellen mit welchen Wartezeiten der Strassenverkehr an den Bahnübergängen zu rechnen hat. Ich sähe dafür folgende Lösungsansätze:

    Die beiden Bahnübergänge in Zweilütschinen und die Einbindung in die Kantonsstrasse von/nach Wilderswil könnten gemäss Abbildung mit einer neuen Strasse (Tunnel und 2 Brücken) umfahren werden. Die Abzweigung ins Lauterbrunnental sollte aus Kostengründen unverändert bleiben, da hier der Verkehr kaum zunehmen wird.  


  • Burglauenen könnte mit einer neuen 160 m langen Unterführung massiv entlastet werden. Die Kantonsstrasse wäre vom BOB-Bahnübergang und von den längeren Wartezeiten der BOB-Station befreit. Die Sicherheit und die Wohnqualität vis-à-vis der BOB-Station würden stark aufgewertet. Diese Unterführung der Kantonsstrasse wäre im Gegensatz zu einem viel längeren Umfahrungstunnel geologisch und kostenmässig sicher viel eher realisierbar. Dafür müsste für die Burglauener die alte Strasse etwas ausgebaut werden, da sie wegen der Unterführung vermehrt befahren wird.

  • Diese Massnahmen gelten auch als Voraussetzung den durch die V-Bahn entstehenden Konkurrenzvorteil nicht wieder beim Verkehr zu verspielen. Fazit: Man kann das V-Projekt nicht durchziehen ohne die Kantonsstrasse ans massiv höhere Besuchervolumen anzupassen. Dass die Besucher ihr Fahrzeug in Interlaken stehen lassen und auf die BOB umsteigen sollen, tönt eigentlich noch gut. In der Realität ist es für die Autofahrer eher umständlich. Man weiss auch dass Orte die per Auto gut erreichbar sind, grundsätzlich immer die besseren Karten haben. Siehe Südtirol (Pampeago/Latemar, Moena).
  • Die Idee den Flugplatz direkt mit der Autobahnausfahrt zu verbinden und als Park-and-Ride mit einer extra Bahnstation zu bedienen sollte trotzdem eingehend geprüft werden. Anderseits steht dies in Konkurrenz zum neuen Parkhaus und den vorbereiteten zusätzlichen Parkplätzen in Grindelwald. Die Unterführung bei Burglauenen müsste eigentlich sofort angegangen werden.


V-Projekt: das ist mein Vorschlag im Mitwirkungsverfahren.
Hier der Link zum V-Projekt-Dokument "Erläuterungsbericht Version 6-1"

der 50-seitige Mitwirkungsbericht

RTEK: Erstaunliche Planungsdokumente RTEK Oberland Ost:   [Gesamtsicht]
Ich habe mir erlaubt die Karten etwas zu separieren und zu kommentieren:
Gebiet First     Gebiet Kleine Scheidegg (V-Bahn)     Gebiet Mürren 
Sehr positiv ist die Berücksichtigung neuer Sportarten wie MTB und die breite Unterstützung des Gleitschirmsports.


V-Projekt - Dossier in der BZ / Berner Oberländer

  • Manfred Braun zum V-Projekt im Interview mit Berner Oberländer

  • das neuste Bahnprojekt im Firstgebiet vor. Eine neue Sesselbahn beim Hotel Lauberhorn soll die Grindel-Talpiste mit der Bodmi verbinden. Angesichts laufender Einsprachen gibt es noch keinen Zeitraum für die Betriebsaufnahme.





INNOVATIONEN JUNGFRAU-REGION





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Als Gleitschirmpilot bin ich Mitglied im renommierten Club Jungfrau-Tächi, was mir sehr viele neue und wertvolle Kontakte zu einheimischen Piloten ermöglicht. Vielleicht liegt es am Gleitschirmfliegen selber, dass ich diese Kolleginnen und Kollegen als total weltoffene, herzliche und ehrliche Leute erleben darf. Das Vorurteil, diese Bergler seien verschroben und introvertiert, stimmt überhaupt nicht. Genauso wie die Unterländer prüfen auch sie beim ersten Kontakt, mit wem sie es zu tun haben. Wegen dem für viele Unterländer speziell tönenden Dialekt wirkt dies manchmal etwas ungewohnt.

Das wirtschafliche Überleben als Topdestination kann nicht nur durch die Präsenz der stolzen Bergwelt garantiert werden. Der überlegte Umgang mit den Ressourcen soll im Einklang mit den Ansprüchen aller Touristen und aller Einheimischen einhergehen. Dies tönt einfach, ist aber in der Realität ein äusserst schwieriger Prozess. So vielfältig die Ansprüche der Touristen sind, so vielfältig sind die Ideen, diesen und den Einheimischen gerecht zu werden. Nicht alles ist gut und und was gut sein soll, wird in endlosen Kompromissen laufend ausgehandelt.

Oft diskutiere ich mit anderen Einheimischen, in Grindelwald arbeitenden Unterländern, Chaletbesitzern, Mitglieder von Grindelwald-Tourismus, Gewerbetreibenden und Touristen, was am aktuellen Angebot toll und weniger toll ist. In der Folge hat sich ein ganzer Katalog an Bedürfnissen und Ideen ergeben. Viele Themen sind seit Jahren bekannt und werden laufend umgesetzt. Natürlich geht dieser Prozess vielen viel zu langsam, aber es geht nun doch vorwärts, schneller als auch schon wie man in meiner Reportage laufender Bergbahn-Projekte sieht.

Ich möchte diese Plattform nutzen, hier einen Katalog von Massnahmen und Thesen vorzustellen. Selbstverständlich freue ich mich auf viel Feedback und noch mehr auf weitere Ideen, die Grindelwald helfen, sich weiter in Richtung "excellence" zu bewegen. Bewusst beziehe ich dabei den gesamten Mikrokosmos Jungfrau mit ein.

9 Thesen zur touristischen Entwicklung von Grindelwald

Viele der hier aufgeführten Ideen werden hoffentlich in den nächsten Monaten, Jahren oder zum Beispiel bis 2030 realisiert. Manche Ideen werden nur ungläubiges Kopfschütteln generieren. Vielleicht führen diese Denkansätze zu weiteren, viel tolleren Ideen oder es finden sich hoffentlich viele Leserinnen und Leser, denen die eine oder andere Idee auch schon jahrelang im Kopf herumgeistert. Wenn man "nur" das Wochenende in den Bergen verbringt, hat man unter der Woche einen gewissen Abstand zu dieser grossartigen Bergwelt, was andere Betrachtungen zulässt. 

Ein Feedback, neue Ideen oder einfach wer sich dazu äussern möchte, sei herzlich dazu einladen. Nun sind Sie an der Reihe:

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Zugriffsstatistik:
Spitzentag 22.04.2013:            3'117 Besucher
Spitzenmonat Januar 2012:    22'859 Besucher






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