Grindelwald for excellence

Grindelwald for excellence


Seit 2008: Die private Plattform von Manfred Braun zur touristischen Entwicklung von Grindelwald und der Jungfrau Region.
[Hinweis: griwa.com hat keinen Bezug zu Griwaplan]


NEWS AUF GRIWA.COM

  • Das V-Projekt geniesst von aussen betrachtet sehr viel Sympathie. Aus meiner Sicht ist der von der JB favorisierte Vorschlag mit 3S-Bahn und neuer GGB samt Parkhaus-Terminal ein positives Zeichen für die weitere Entwicklung der touristischen Infrastruktur in der Jungfrauregion und sollte entsprechend unterstützt werden.
    Schaut man sich aber die Likes und Dislikes in den Kommentaren der BZ an, so zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Grindelwalder haben schon vor nicht allzu langer Zeit das Projekt Eiger+ in der ersten Variante bachab geschickt obwohl die Vorzeichen ziemlich klar zu Gunsten des Projekts standen. Was am V-Projekt am meisten kritisiert wird ist eine fehlende Alternative zum Ast Grund-Eigergletscher. Viele der Gegner wünschen sich statt der 3S-Bahn den landschaftlich evt. verträglicheren Ausbau der WAB-Strecke. Ich habe mir dazu auch ein paar Gedanken gemacht und nenne sie mal V-Bahn Variante B:
    Anstelle der 3S-Bahn könnte man die Jungfraubahn vom Jungfraujoch direkt bis hinunter zum neuen Terminal im Grund fahren lassen. Natürlich bedarf dies bedeutender baulicher (mehr und längere Kreuzungsstrecken) und technischer (Spurbreite, Stromsystem) Massnahmen. Wenn man wie auf der Abbildung ersichtlich die Kleine Scheidegg umfährt könnte man ohne Umzusteigen und ohne Halt vom Grund direkt aufs Joch fahren. Die gesamte Reisezeit vom Grund zum Joch wäre mit neuem Rollmaterial (schneller und mit WCs) und optimierter Strecke wohl gleich lang wie mit der geplanten 3S-Bahn.



    In Grindelwald-Grund müsste man die Jungfraubahn gleich direkt bis zum Terminal weiterführen. Das Terminal selber müsste gegenüber der heutigen Planung komplett umgestaltet werden so dass es genügend Platz hat fürs Parkhaus (Autos und Cars), Umsteigemöglichkeiten für die Carpassagiere, Abstellraum und Werkstatt für die Jungfraubahn, Anschluss BOB-Station Rothenegg, GGM, Kiosk, Billetschalter, Restaurant, WC, Skidepot, Sportgeschäft mit Skiservice und Souvenirladen. Bei diesem Szenario wäre denkbar, die GGM gleich mit 10-er Gondeln (alles Sitzplätze) auszustatten um auch bei grösserem Ansturm ohne 3S-Bahn praktisch Nullwartezeiten zu garantieren. Die heutige WAB-Strecke müsste direkt an der Lütschine entlang bis ins Terminal inkl. neuem Bahnhofsteil verlängert werden. Bei diesem Szenario könnte man sogar erwägen, die heutige WAB-Strecke Grund-Grindelwald inkl. heutigem Bahnhof Grund ganz aufzugeben und stattdessen die Strecke Grindelwald-Rothenegg für einen Shuttlebetrieb auf Doppelspur auszubauen. Bei einem Investitionsvolumen von mittlerweile Fr. 278 Millionen könnte es auch für eine solche Variante-B reichen.

  • Bei der ganzen Planung fehlt m.E. in Anbetracht des erhofften Zusatzvolumens an Gästen eine Optimierung der Kantonsstrasse nach Grindelwald. Mit dem Bau der Umfahrung Wilderswil soll je nach Finanzlage des Kantons ca. 2018 begonnen werden. Die BOB wird zurzeit ausgebaut (Tunnel Gündlischwand). Wenn später sogar der Viertelstunden-Taktplan eingeführt wird, kann man sich vorstellen mit welchen Wartezeiten der Strassenverkehr an den Bahnübergängen zu rechnen hat. Ich sähe dafür folgende Lösungsansätze:

    Die beiden Bahnübergänge in Zweilütschinen und die Einbindung in die Kantonsstrasse von/nach Wilderswil könnten gemäss Abbildung mit einer neuen Strasse (Tunnel und 2 Brücken) umfahren werden. Die Abzweigung ins Lauterbrunnental sollte aus Kostengründen unverändert bleiben, da hier der Verkehr kaum zunehmen wird. 

    Mit einem neuen Strassentunnel könnte man sowohl den Bahnübergang Burglauenen als auch die engen und steilen Strassenstücke im Bereich Stalden umfahren. Das untere Portal käme in der Ey unmittelbar vor der Brücke über die Lütschine. Als Variante (ohne Abb.) liesse sich der Tunnel auch gleich bis Lütschental vor die neue Brücke weiterführen. Mit diesen beiden Massnahmen könnte der Verkehrsfluss und die Sicherheit auf der Strasse verbessert werden, damit auch die mit Auto oder Car anreisenden Gäste das Tal zügig und sicher erreichen und wieder verlassen können. Dies gilt auch als Voraussetzung den durch die V-Bahn entstehenden Konkurrenzvorteil nicht wieder beim Verkehr zu verspielen. Fazit: Man kann das V-Projekt nicht durchziehen ohne die Kantonsstrasse ans massiv höhere Besuchervolumen anzupassen.

  • V-Bahn: Die Jungfraubahnen haben eine tolle Visualisierung aufgeschaltet. Hier der Link. Obwohl ich grundsätzlich für die V-Bahn bin, finde ich, es wäre besser gewesen, wenn Grindelwald sich via Urnenabstimmung für die V-Bahn entschieden hätte.  
  • Grünes Licht für die neue Regina-Ueberbauung. siehe Artikel JZ
    Fürs Dorf Grindelwald ist es wichtig, dass das alte Grand Hotel Regina dann auch wirklich wie geplant renoviert wird und auch wieder als 5****-Hotel gilt. Das JA bedeutet aber auch eine weitere Grossbaustelle im Ortskern. Und die nächste, Fuhrenmatte (vis-à-vis Bahnhof), wird auch schon geplant. Allerdings gibt es Gerüchte, die Investoren könnten abspringen. Man darf gespannt sein, was wahr ist.
  • Zweitwohnungen: Markus Friedli gab der BZ / BEO ein Interview über die Konsequenzen der Annahme der Zweitwohungs-Initiative.
    Als Gegenthese mit Bsp. Lech verweise ich auf einen Artikel in der NZZ.


09.01.2014 zum V-Bahn-Projekt in Grindelwald
Die Veränderungen am Gesamtprojekt V-Bahn haben die "gefühlte" Stimmung grossmehrheitlich zu Gunsten des Projekts gedreht.
Das war mindestens mein Eindruck an diesem sehr guten Infoanlass.


V-Projekt: das ist mein Vorschlag im Mitwirkungsverfahren.
Hier der Link zum V-Projekt-Dokument "Erläuterungsbericht Version 6-1

RTEK: Erstaunliche Planungsdokumente RTEK Oberland Ost:   [Gesamtsicht]
Ich habe mir erlaubt die Karten etwas zu separieren und zu kommentieren:
Gebiet First     Gebiet Kleine Scheidegg (V-Bahn)     Gebiet Mürren 
Sehr positiv ist die Berücksichtigung neuer Sportarten wie MTB und die breite Unterstützung des Gleitschirmsports.


V-Projekt - Dossier in der BZ / Berner Oberländer

  • Manfred Braun zum V-Projekt im Interview mit Berner Oberländer
  • Die Stiftung Landschaftsschutz ist auch erwacht - siehe Berner Oberländer.
  • Ruedi Bhend zum V-Projekt im Interview mit dem Berner Oberländer.
  • Der SAC kritisiert im Berner Oberländer die Linienführung des Eigerexpress.

  • das neuste Bahnprojekt im Firstgebiet vor. Eine neue Sesselbahn beim Hotel Lauberhorn soll die Grindel-Talpiste mit der Bodmi verbinden. Angesichts laufender Einsprachen gibt es noch keinen Zeitraum für die Betriebsaufnahme.


      METEO für GRINDELWALD:  


      Bahnen Jungfrauregion  First  Kl. Scheidegg/Männl.  Schilthorn

      Radar-CH Film Pegel SLF Luft Thermik  Warnungen  Föhn/Bise

      Meteoblue    Jungfrauregion    3-Tages-Prognose


      Berner Unwetterkarte by Meteocentrale     CH-Unwetterkarte  Wetteralarm




       

      INNOVATIONEN JUNGFRAU-REGION





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      Als Gleitschirmpilot bin ich Mitglied im renommierten Club Jungfrau-Tächi, was mir sehr viele neue und wertvolle Kontakte zu einheimischen Piloten ermöglicht. Vielleicht liegt es am Gleitschirmfliegen selber, dass ich diese Kolleginnen und Kollegen als total weltoffene, herzliche und ehrliche Leute erleben darf. Das Vorurteil, diese Bergler seien verschroben und introvertiert, stimmt überhaupt nicht. Genauso wie die Unterländer prüfen auch sie beim ersten Kontakt, mit wem sie es zu tun haben. Wegen dem für viele Unterländer speziell tönenden Dialekt wirkt dies manchmal etwas ungewohnt.

      Das wirtschafliche Überleben als Topdestination kann nicht nur durch die Präsenz der stolzen Bergwelt garantiert werden. Der überlegte Umgang mit den Ressourcen soll im Einklang mit den Ansprüchen aller Touristen und aller Einheimischen einhergehen. Dies tönt einfach, ist aber in der Realität ein äusserst schwieriger Prozess. So vielfältig die Ansprüche der Touristen sind, so vielfältig sind die Ideen, diesen und den Einheimischen gerecht zu werden. Nicht alles ist gut und und was gut sein soll, wird in endlosen Kompromissen laufend ausgehandelt.

      Oft diskutiere ich mit anderen Einheimischen, in Grindelwald arbeitenden Unterländern, Chaletbesitzern, Mitglieder von Grindelwald-Tourismus, Gewerbetreibenden und Touristen, was am aktuellen Angebot toll und weniger toll ist. In der Folge hat sich ein ganzer Katalog an Bedürfnissen und Ideen ergeben. Viele Themen sind seit Jahren bekannt und werden laufend umgesetzt. Natürlich geht dieser Prozess vielen viel zu langsam, aber es geht nun doch vorwärts, schneller als auch schon wie man in meiner Reportage laufender Bergbahn-Projekte sieht.

      Ich möchte diese Plattform nutzen, hier einen Katalog von Massnahmen und Thesen vorzustellen. Selbstverständlich freue ich mich auf viel Feedback und noch mehr auf weitere Ideen, die Grindelwald helfen, sich weiter in Richtung "excellence" zu bewegen. Bewusst beziehe ich dabei den gesamten Mikrokosmos Jungfrau mit ein.

      9 Thesen zur touristischen Entwicklung von Grindelwald

      Viele der hier aufgeführten Ideen werden hoffentlich in den nächsten Monaten, Jahren oder zum Beispiel bis 2030 realisiert. Manche Ideen werden nur ungläubiges Kopfschütteln generieren. Vielleicht führen diese Denkansätze zu weiteren, viel tolleren Ideen oder es finden sich hoffentlich viele Leserinnen und Leser, denen die eine oder andere Idee auch schon jahrelang im Kopf herumgeistert. Wenn man "nur" das Wochenende in den Bergen verbringt, hat man unter der Woche einen gewissen Abstand zu dieser grossartigen Bergwelt, was andere Betrachtungen zulässt. 

      Ein Feedback, neue Ideen oder einfach wer sich dazu äussern möchte, sei herzlich dazu einladen. Nun sind Sie an der Reihe:

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      Zugriffsstatistik:
      Spitzentag 22.04.2013:            3'117 Besucher
      Spitzenmonat Januar 2012:    22'859 Besucher






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