Grindelwald for excellence

Grindelwald for excellence


Willkommen auf der privaten und unabhängigen Plattform von Manfred Braun zur touristischen Entwicklung von Grindelwald und der Jungfrau Region.



Achtung: Die von Meteoblue prognostizierten Niederschlagsmengen, insbesondere die Neuschneehöhe, sind mit Vorsicht zu geniessen. Je weiter voraus die Prognose desto höher die vermuteten Neuschneehöhen. In der Regel werden die Angaben laufend reduziert je kürzer die Prognose ausfällt.

10-Tagesprognose: Temperatur - Niederschlag    Schnee- + Lawinenbulletin
Bahnen + Schnee-Prognose
für die Jungfrauregion 



Grindelwald's Bauwesen und die Rüge des Regierungsstatthalters

Am besten liest man zuerst die beiden Artikel in der BZ vom 2.3.2017:
Letzter Schuss vor den Bug
Regierungsstatthalter Künzi verwarnt Gemeindepräsident von Grindelwald
und in der Jungfrauzeitung.
Dass der Kanton eine Gemeinde, resp. deren Gemeindepräsidenten dermassen rügt zählt doch eher zu den selteneren Ereignissen auf so hoher Ebene. Umso ernster muss diese Rüge unter die Lupe genommen werden. Am Trogenweg wissen wir was damit gemeint ist, da wir diese Mauscheleien vor ein paar Jahren 1:1 miterlebt haben. Unsere Einsprache wurde erstinstanzlich vom damaligen Regierungsstatthalter Dietrich mit Augenzwinkern und "ich weiss um das Konfliktpotenzial" abgeschmettert. Wir zogen den Fall weiter ans Verwaltungsgericht und erhielten in 6 von 7 Punkten Recht. Das Resultat: Statt 13 Chalets stehen heute auf dem Grundstück oberhalb von uns seit Jahren nur ein Chalet im Rohbau und von einem zweiten lediglich der Kellerrohbau. Bereits beim zweiten Chalet versuchte man es gleich wieder. Hier wurde aber unsere erneute Einsprache erstinstanzlich gutheissen und die Pläne mussten reduziert werden. Ein Unrechtsbewusstschein scheint wohl naturgemäss nicht vorhanden zu sein, weil es wahrscheinlich schon zu lange Usus ist. Obwohl das kleine 1.86 Mio teure Chalet hübsch ist, findet sich seit Jahren keine Käuferschaft. Wegen dem Zweitwohnungsgesetz wird es wohl auch dabei bleiben und der Rest der schönen Weide bleibt hoffentlich unverbaut. Ihr könnt Euch nicht vorstellen was wir da erlebt haben und nur Dank eines sehr erfahrenen Bausachverständigen und eines sehr guten Anwalts aus Interlaken konnten wir uns als Anstössergemeinschaft erfolgreich wehren. Wer sich unseren Fall anschauen will, kann sich bei mir melden. Wir hofften dass es ein Einzelfall war. Dieser Verweis vom Kanton zeugt eher vom Gegenteil, auch wenn er noch nicht rechtskräftig ist. Man schämt sich als Einheimischer, weil sowas gehört sich nicht.


Liegt die Zukunft Grindelwald's im Grund?

Im Grund stehen grosse Bauvorhaben an und zwar nicht nur wegen der V-Bahn. Das Mountain-Hostel soll 5-stöckig werden. Die Gemeinde informiert, die Unterlagen können auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Die Information betrifft auch den Neubau des Hotel Alfa oberhalb Grund.
Siehe Artikel in der Jungfrauzeitung


V-Bahn nimmt eine weitere Hürde und Fragen zum Parkhaus

Die Einsprecher Pro Natura, Stiftung für Landschaftsschutz und Hotelier von Almen blitzten einmal mehr ab. Es gibt keinen Grund für ein neues Gutachten das zum Schluss kam, dass der Eigerexpress Landschaft und Naturdenkmal nur in leichtem Masse beeinträchtigen wird. Dann bleiben als Einsprecher wohl noch Otto Kaufmann und die Einsprecher im Grund.

Otti Kaufmann würde lieber einlenken. Aber er hat sich soweit hinausgelehnt, dass er das persönlich wohl fast nicht mehr kann. Schade für alle, vor allem für ihn selber. Aber Respekt!

Im Grund stören sich die Einsprecher hauptsächlich am wahrscheinlich etwas zu gross dimensionierten Parkhaus. Würde man das Parkhaus um ein Stockwerk reduzieren, dann wäre alles in Ordnung. Die Gemeinde hat seinerzeit der Jungfraubahn dieses grosse Parkhaus abgerungen und wird wohl am Erreichten festhalten wollen.

In der Einspracheverhandlung schlugen die Einsprecher vor, den Bau des Parkhauses zu etappieren. Das letzte Stockwerk sollte erst dann gebaut werden wenn der Bedarf nachwiesen worden ist. An der Verhandlung wurde den Einsprechern gesagt, das sei nicht möglich. Nur eine halbe Stunde später erklärte man genau das Gegenteil als die einzelnen Bauphasen erläutert wurden. Der ganze Bau, auch des Parkhauses, erfolgt phasenweise über mehrere Jahre.

Fürs Parkhaus wird eine eigene Gesellschaft gegründet. Vielleicht geht man jetzt schon davon aus dass es ein Verlustgeschäft werden könnte. Macht es Sinn für wenige Tage Vollbelegung im Jahr einen solchen Riesenklotz hinzubauen? Noch ist nichts gebaut und es gäbe Raum für eine wirtschaftlich sicherere Lösung. Das gesparte Geld könnte besser investiert werden. Zum Beispiel in eine ab Saisonbeginn funktionierende Wintersportverbindung zwischen Männlichen und Kl. Scheidegg sollte der Schnee erneut ausbleiben.


das Bild zeigt den fast leeren Parkplatz am SO 12.02.2016 bei bestem Skiwetter. 

Siehe Artikel in der BZ vom 4.2.17 oder Jungfrauzeitung.

SRF 1 - TV-Doku u.a. zum Thema "V-Bahn-Projekt"




In ganz Grindelwald rutschen die Grundstücke ?


Mit einem Schreiben informierte die Gemeinde Grindelwald die Immobilien-Besitzer über eine Aenderung, damit in Zukunft die Grundstücksgrenzen im Situationsplan die Rutschungen berücksichtigen. Dafür erhalten alle Grundbucheinträge der Gemeinde Grindelwald einen sinngemässen Eintrag dass sich die Liegenschaft in einem Rutschgebiet befinde. Dagegen gingen gemäss BZ gegen 900 Einsprachen ein und die Gemeinde wird diesen Vorbehalt nochmals mit dem Kanton besprechen. Zum Artikel in der Jungfrauzeitung



Hier der Link zum Geoportal des Kantons Bern: http://www.map.apps.be.ch/pub/

Vorgehen: "Naturgefahrenkarten" auswählen, Suchen, Grundstücke, Legende


SRF Schweiz aktuell 09.01.2017 - unser Chalet Kasimir im Hintergrund ganz prominent


Zermatt

Während die Jungfrauregion bezüglich neuer Projekte weiter im Einsprachensumpf steckt macht Zermatt unbeirrt vorwärts. Hier gehts zum Artikel auf 1815.ch
In ein paar Jahren wird Zermatt mit den Italienern "Alpine Crossing" realisiert haben. Die fluchtartig reisenden Asiaten (60 % Gästeanteil bei der JB) werden den neuen schnellen Alpenübergang von der Schweiz nach Italien und umgekehrt zu schätzen wissen. Kombiniert man dieses Projekt mit dem Projekt "Grimseltunnel", dann wird die Schweiz in der Summe an Attraktivität gewinnen. Wenn der Kuchen für die Bergbahnen nicht grösser wird, könnte diese Entwicklung zu Lasten der Jungfrauregion ausfallen. Die Touristen aus Asien landen in Zürich, kaufen sich eine Uhr in Luzern und reisen dann via Grimsel nach Zermatt um von dort via Alpine Crossing nach Mailand zu gelangen (oder umgekehrt). Ich gehe aber davon aus, dass sich beide Destinationen aufgrund der neuen Konkurrenzsituation noch mehr anstrengen und der Kuchen Schweiz Tourismus noch attraktiver wird.



NEWS AUS GRINDELWALD

  • News zur Wintersaision 16/17? Fehlanzeige! Keine neuen Bahnen, kaum Fortschritte bei der Beschneiung, keine Pistenoptimierung, Stillstand. Wahrscheinlich gehen im Moment alle Mittel in die juristischen Kämpfe rund ums V-Bahn-Projekt und es wird alles blockiert bis die Baubewilligung erteilt worden ist. Vom einst angekündigten Zubringer-Sessellift der die Grindel-Talpiste mit dem Bodmi verbinden sollte, hört man nichts mehr. Immerhin sind die Schilthornbahnen noch innovativ.

  • Tatsächlich: Kein Stopp mehr in der Station Eigerwand
    Was viele erst für einen Witz hielten ist nun Tatsache. Da reisen die Touristen um den halben Erdball nur um wegen ein paar Minuten eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten dieser Welt zu verpassen. Am meisten Zeit würden die Touristen sparen wenn sie auf dem Jungfraujoch schon gar nicht mehr aus dem Zug aussteigen müssten. Die Jungfraubahn könnte in der Station einen inhouse GPS-Sender installieren, damit die Touristen auf ihren Smartphones den Beweis kriegten mal dort gewesen zu sein.


    Bild Manfred Braun, anlässlich der Dreharbeiten für den Film Nordwand.

  • Neben den ahnungslosen Touristen verliert auch Grindelwald, weil mit dieser Zeitsparmassnahme entgeht den Massentouristen der einzige persönliche Gesamtblick aufs Gletscher-Dorf. Erst mit dem Bau des Eigerexpress wird sich das wieder etwas relativieren, weil die Aussicht aus den Gondeln viel besser sein wird als von der WAB. Aber das Erlebnis Eigernordwand, einem der wichtigsten Imageträger Grindelwald's (Eiger+, Nordwandplatz, Eiger Vision, Heller's Hotel Eiger, etc.) wird durch die Massnahme der JB praktisch eliminiert. Die Oesterreicher wird es freuen wenn die Konkurrenz ihren Kunden wegen ein paar Minuten ein solches Highlight wegnimmt. 
  • Im Dorf wird es immer wie ruhiger. Nachdem im alten Coop schon länger gähnende Ruhe herrscht gehen rund herum auch die Papeterie, Salewa-Shop, Tommy Hilfiger Shop und neuerdings auch Läderach Confiseur zu. Auch die Banken wie UBS und seit kurzem auch die BEKB wurden auf wenige Stellenprozente reduziert.


    So präsentierte sich das Luxus-Hotel Giardino im Oktober 2016.
    Dabei sollte das *****Hotel gemäss BZ im Dezember 2016 eröffnet werden. Nach aktueller Planung will man im Herbst 2018 eröffnen.

    Bei den anderen grossen Hotelprojekten wie Regina und Fiescherblick sieht man seit Monaten keine sichtbaren Fortschritte mehr und berücksichtigt man noch die Situation beim V-Bahn-Projekt ist kurzfristig mit keiner Änderung zu rechnen. Das neue Parkhaus bleibt nach wie vor ein Verlustgeschäft. Damit verliert Grindelwald schleichend an Bedeutung weil mit dem Reduzieren, Verschwinden oder Ausbleiben dieser Betriebe auch wichtige Arbeitsplätze verloren gehen. Die Abwanderung beschleunigt diese Negativsprale, was direkte Auswirkungen u.a. auf die Steuereinnahmn der Gemeinde hat. In der Vergangenheit konnte man diese Entwicklung mit der hohen Bautätigkeit kaschieren, die aber mit dem quasi Verbot zum Bau weiterer Zweitwohnungen in Grindelwald beendet worden ist.


    Es gibt aber auch Lichtblicke an der Dorfstrasse wie die neu eröffnete Drogerie / Parfümerie und die Boutique Holzgang.

    Wie man unter diesen Umständen weiterhin gegen das V-Bahnprojekt sein kann ist mir ein Rätsel. Und die Zeit läuft:
    Ist das die Zukunft? http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/148140/


  • Die Einsprachen gegen das V-Bahn-Projekt
    Bis am 31.05.2016 sind 15 Einsprachen eingegangen. Weil mindestens einer der Einsprecher vor hat mit seiner Einsprachen durch alle Instanzen bis ans Bundesgericht zu gelangen, kann sich die Inbetriebnahme des Eigerexpress bis ins Jahr 2020 verzögern, wenn überhaupt. Selbst die bisher eigentlich unbestrittene neue GGM ist wegen einem Masten im geschützten Hochmoor ins Visier der Naturschützer geraten. Per 5.10.2010 wurden 2 Drittel aller Einsprachen behandelt. Von Almen will angeblich bis ans Bundesgericht gelangen. Sollte entweder aus technischen oder konzessionären Gründen die GGM plötzlich stillstehen würde es mich nicht wundern wenn die JB im Winter im Firstgebiet nebst der Gondelbahn nur noch den Firstflieger/First Glider laufen liesse und den Rest zur Freeride-Zone erklärt. Schliesslich könnte die JB damit viele Kosten sparen und die Touristen aus Asien brauchen ohnehin keinen Pistenbetrieb. Urs Kesslers Enttäuschung wird irgendwann konkrete Folgen haben, schliesslich ist er auch nur ein Mensch, aber halt einer mit etwas mehr Macht als andere.
    Hier gehts zum Artikel in der BZ.  
    Infoseite der JB mit der neusten Visualisierung des Eigerexpress.

    JB CEO Urs Kessler wehrt sich in der JZ gegen offensichtlich manipulierte Fotomontagen der Eigerexpress-Gegner und erwähnt die Schrottimmobilien von Almen's auf der Kl. Scheidegg. Auch unserem Hund Lucky ist die Villa Maria aufgefallen und er hat seine Meinung auf seine Art ausgedrückt.

    Immo-Ruine "Villa Maria" Kl. Scheidegg

    Ein Kommitee aus Eigerexpress-Gegnern schlägt in einem offenen Brief an die JB in der JZ eine Routenänderung des Eigerexpress vor. Dass der Eigerexpress die Gegend unterhalb des Eigers verändern wird ist klar. Das war schon beim Bau der hässlichen WAB-Gallerien der Fall. Heute stört sich anscheinend niemand mehr daran. Das illustre Gremium schlägt tatsächlich vor, den Eigerexpress als Plan B über den geschützten Schattwald zu führen, eine Zwischenstation im Arvengarten zu bauen und dann von dort weiter bis zur geplanten Station Eigergletscher. Aus folgenden Gründen ist das mE eine komplette Schnapsidee:
    1. Eine Zwischenstation der 3S-Bahn beim Arvengarten wäre ein bahntechnisches Monstrum das die Gegend völlig verunstalten würde, wie z.B. Zermatt Furi. Das Bild einer 3S-Station im Rohbau zeigt nur die Hälfte einer Zwischenstation und man beachte die enormen Proportionen! [Bild: Pardatschgrat Ischgl siehe Doku ->Link - Dort liest man u.a. dass Fritz Feuz aus der Jungfrauregion als Erfinder der 3S-Bahn gilt!]
    2. Die Zwischenstation würde die Fahrzeit unnötig verlängern.
    3. Das komfortable und ruhige Fahrerlebnis würde vor allem im Winter durch die Zwischenstation unnötigerweise beeinträchtigt.
    4. Die Zwischenstation würde massive Mehrkosten verursachen.
    5. Das Trasse würde über Schutzgebiet (Schattwald) führen.
    6. Würde man den auf der gleichen Linie führenden neuen Nordwand-Sessellift konsequenterweise wieder abbauen, hätte man im Winter täglich bis 13:00 Uhr den gleichen Schlamassel wie im Firstgebiet wo man bei schönem Wetter auf Schreckfeld nur mit mühsamer Wartezeit und Skiabziehen die Gondeln Richtung First erreicht.
    7. Von Eigergletscher wird extra eine Anfängerpiste gebaut wodurch es ein idealer Ausgangspunkt für alle Skifahrer entsteht. Damit wäre auch dieses Argument der Plan-B-Befürworter erledigt.
    8. Der Eigerexpress dient in erster Linie den Jungfraujoch-Besuchern und erst in zweiter Linie den Wintersporttouristen. Das hat das Plan-B-Gremium überhaupt nicht verstanden.
  • Mein Plan-B

    Wenn man schon einen Plan-B in Betracht zieht und Geld quasi keine Rolle spielt, dann schon ein Szenario ohne Eigerexpress: Man verlängert das Trasse der Jungfraubahn bis Grindelwald-Bahnhof. Statt via Station Grund überquert man mittels einer 20 m hohen Brücke den heutigen Bus-Parkplatz um oben im Dorf direkt in den Bahnhof von Grindelwald einzufahren. Anstelle des Terminals im Grund wird der Bahnhof Grindelwald umgebaut und mit einem unterirdischen Busterminal versehen. Ein- und Ausfahrt des Busterminals wären im Bereich der heutigen BOB-Brücke. Aufgrund der Direktfahrt müssten in den JB-Zügen WC's eingebaut werden. Die Linie wäre folgendermassen: Zwischen Fallboden und Kl. Scheidegg zweigt die JB direkt in einen Tunnel Richtung Salzegg ab und mündet vor Salzegg ins auf Spurbreite 80/100 cm angepasste Trasse der WAB. Dank grosszügigen Ausweichspuren könnte die schnellere JB die WAB jeweils überholen und unter dem Strich ohne umzusteigen trotzdem die anvisierte Reisezeit zwischen Grindelwald und Jungfraujoch erreichen. Bei dieser Gelegenheit könnten auch die hässlichen WAB-Gallerien neu gestaltet werden damit sie optisch praktisch im Gelände verschwindet um eine quasi unberührte Sicht auf den Eiger zu ermöglichen. Die WAB würde wie gehabt verkehren, aber die JB wäre selbstverständlich von ihrer Fessel aus den Ueberfahrtsrechten des wegfallenden Eigerexpress' befreit. Die JB könnte jederzeit den Betrieb der WAB am effektiven Bedarf anpassen. In Grindelwald-Grund würde man einzig die GGM gegen die projektierte 10-er Gondelbahn ersetzen und dort aufs Terminal mit Parkhaus verzichten. Auch auf den neuen Bahnhof Eigergletscher könnte verzichtet werden. Diese Lösung wäre sowohl für die Touristen deren Weg wieder durchs Dorf führen würde als auch fürs Dorf selber mit seinen Läden und Hotels eine gute Sache. Meine Variante-B wäre auch eine passende Antwort auf die immer wärmeren und kürzeren Winter. Sowas stelle ich mir unter einer Win-Win-Win-Situation vor! Auch wenn sowas wohl nie realisiert wird nähme es mich trotzdem extrem wunder was das kosten täte. Ich schätze die Kosten auf 800 Millionen. [Als Plan-B käme auch eine Variante "Wengen" in Frage.] Ich unterstütze aber trotzdem den Plan A der JB - wenn es denn nur endlich vorwärts ginge!

Die folgende Montage zeigt wie Jungfraubahn mit Ziel Grindelwald die Kl. Scheidegg in einem Tunnel umfährt. Das Problem mit den engen Platzverhältnissen auf der Kl. Scheidegg wäre damit gelöst. Schienentechnisch müsste die 100 cm-Spur der JB mit der 80-cm-Spur der WAB kombiniert werden.



Die Montage unten zeigt die Variante wenn die JB statt via Grindelwald-Grund direkt über eine Brücke hinauf zum Bahnhof Grindelwald geführt würde. Aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens (mind. alle 7 Min ein Zug) und der engen Platzverhältnisse müsste die Strecke zwischen Nirggen und Bahnhof Grindelwald unterirdisch geführt werden.



  • Sommersaison-Abo Jungfrauregion - gültig ab 1. Mai 2016
    Wer sich nicht abmühen will das Abo auf der JB-WebSite zu suchen:
    hier der Link zum Sommer-Abo
    neu: Fr. 370.00 (vorher Fr. 350.00) Dafür ist jetzt Grindelwald-Bus dabei mit den Strecken nach Bussalp, Waldspitz und Grosse Scheidegg. Es gibt keine Reduktion für Talbewohner und ein Jahresabo gibt es auch nicht. Mit der Bus-Erweiterung wurde das Angebot trotzdem verbesert.

  • JZ-Leser Hermann Jaggi ärgert sich über den Autoverkehr der Tandemfliegerei zum Startplatz Amisbühl. Das Problem liesse sich leicht lösen indem man endlich, endlich vorwärts machen würde mit dem Bau von 2-3 sicheren Startplätzen am Harder.

  • Der Kanton gibt via AGR grünes Licht fürs V-Bahn-Projekt.
    Zu den Artikeln in der JZ: Klick hier!     Klick hier! 

  • Die Jungfraubahnen zählten 2015 1'007'000 Joch-Besucher! An den 134 Millionen Verkehrsertrag erreichte der Wintersport lediglich einen Anteil von 21.6 Mio. Bericht in der Handelszeitung

  • Die GGM hat die Aktionäre informiert, dass der V-Ast Grund-Männlichen statt mit 8er neu mit 10er-Gondeln (D-Line) ausgerüstet wird. So braucht es bei gleicher Kapazität weniger Gondeln, die minimale Fahrzeit kann weiter reduziert werden (unter 19 Minuten) und das bei gleichen Kosten. Grössere Gondeln bieten mehr Komfort. Die Kapazität kann von 1800 auf 2200 Personen pro Stunde erhöht werden. voraussichtliche Inbetriebnahme 2018.
    Die Bergschaft Itramen berät am 22.2.2016 über die Kapitalerhöhung der GGM. Artikel in der BZ. Artikel in der Jungfrauzeitung.

  • Grimseltunnel: Gemäss BZ wollte sich JB-CEO Urs Kessler zur Grimselbahn nicht äussern. Die Grimselbahn könnte dazu führen, dass die Touristen dann von Luzern direkt nach Zermatt reisen und mit der vielleicht bis dann realisierten Seilbahn vom Klein-Matterhorn (4883 m) zur Testa Grigia via Cervinia nach Mailand weiter reisen. Interlaken mit dem Jungfraujoch/Schilthorn könnte auf den ersten Blick leer ausgehen. Auf den zweiten Blick wird die Grimselbahn das touristische Angebot der Schweiz massiv aufwerten. Touristen könnten wie von Stefan Otz skizziert Alpenkreuzfahrten erleben, z.B. von Genf via Montreux MOB nach Interlaken, Jungfraujoch, evt. Abstecher nach Luzern, Grimselbahn und entweder weiter Richtung Andermatt, Chur (für Zürich oder St. Moritz, Bernina) oder nach Zermatt, Cervinia ins Valle Aosta (Mailand oder via Mont-Blanc zurück nach Genf). Die zentrale Lage der Grimselbahn könnte als attraktives Bindeglied die bis dahin weiter entwickelten Tourismus-Highlights Jungfraujoch (mit Eigerexpress), Schilthorn und Zermatt (Klein-Matterhorn) gegenüber der internationalen Konkurrenz enorm befeuern.
  • Die Realisierung einer MTB-Downhill-Strecke von der Grütschalp hinunter nach Lauterbrunnen rückt näher.
  • Bei der ganzen Planung rund um die V-Bahn fehlt m.E. in Anbetracht des erhofften Zusatzvolumens an Gästen eine Optimierung der Kantonsstrasse von und nach Grindelwald. Mit dem Bau der Umfahrung Wilderswil soll je nach Finanzlage des Kantons ca. 2018 begonnen werden. Die BOB wird zurzeit ausgebaut (neuer Tunnel). Wenn später sogar der Viertelstunden-Taktplan eingeführt wird, kann man sich vorstellen mit welchen Wartezeiten der Strassenverkehr an den Bahnübergängen zu rechnen hat. Ich sähe dafür folgende Lösungsansätze:

    Die beiden Bahnübergänge in Zweilütschinen und die Einbindung in die Kantonsstrasse von/nach Wilderswil könnten gemäss Abbildung mit einer neuen Strasse (Tunnel und 2 Brücken) umfahren werden. Die Abzweigung ins Lauterbrunnental sollte aus Kostengründen unverändert bleiben, da hier der Verkehr kaum zunehmen wird.  


  • Burglauenen könnte mit einer neuen 160 m langen Unterführung massiv entlastet werden. Die Kantonsstrasse wäre vom BOB-Bahnübergang und von den längeren Wartezeiten der BOB-Station befreit. Die Sicherheit und die Wohnqualität vis-à-vis der BOB-Station würden stark aufgewertet. Diese Unterführung der Kantonsstrasse wäre im Gegensatz zu einem viel längeren Umfahrungstunnel geologisch und kostenmässig sicher viel eher realisierbar. Dafür müsste für die Burglauener die alte Strasse etwas ausgebaut werden, da sie wegen der Unterführung vermehrt befahren wird.

  • Die Unterführung bei Burglauenen müsste eigentlich sofort angegangen werden. Es wäre eine Wohltat für alle und würde Burglauenen stark aufwerten.

  • RTEK Oberland Ost: Von mir aufbereitete Karten aus den öffentlich publizierten Planungsdokumente:
    Gebiet First     Gebiet Kleine Scheidegg (V-Bahn)     Gebiet Mürren 
    Sehr positiv ist die Berücksichtigung neuer Sportarten wie MTB und die verstärkte Unterstützung des Gleitschirmsports.



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Geschätzte Kosten der 12 Massnahmen: 15 - 20 Mio CHF
Abbildung des Hiendertelti (by GoogleErde)


INNOVATIONSFAHRPLAN JUNGFRAU-REGION






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Als Gleitschirmpilot bin ich Mitglied im renommierten Club Jungfrau-Tächi, was mir sehr viele neue und wertvolle Kontakte zu einheimischen Piloten ermöglicht. Vielleicht liegt es am Gleitschirmfliegen selber, dass ich diese Kolleginnen und Kollegen als total weltoffene, herzliche und ehrliche Leute erleben darf. Das Vorurteil, diese Bergler seien verschroben und introvertiert, stimmt überhaupt nicht. Genauso wie die Unterländer prüfen auch sie beim ersten Kontakt, mit wem sie es zu tun haben. Wegen dem für viele Unterländer speziell tönenden Dialekt wirkt dies manchmal etwas ungewohnt.

Das wirtschafliche Überleben als Topdestination kann nicht nur durch die Präsenz der stolzen Bergwelt garantiert werden. Der überlegte Umgang mit den Ressourcen soll im Einklang mit den Ansprüchen aller Touristen und aller Einheimischen einhergehen. Dies tönt einfach, ist aber in der Realität ein äusserst schwieriger Prozess. So vielfältig die Ansprüche der Touristen sind, so vielfältig sind die Ideen, diesen und den Einheimischen gerecht zu werden. Nicht alles ist gut und und was gut sein soll, wird in endlosen Kompromissen laufend ausgehandelt.

Oft diskutiere ich mit anderen Einheimischen, in Grindelwald arbeitenden Unterländern, Chaletbesitzern, Mitglieder von Grindelwald-Tourismus, Gewerbetreibenden und Touristen, was am aktuellen Angebot toll und weniger toll ist. In der Folge hat sich ein ganzer Katalog an Bedürfnissen und Ideen ergeben. Viele Themen sind seit Jahren bekannt und werden laufend umgesetzt. Natürlich geht dieser Prozess vielen viel zu langsam, aber es geht nun doch vorwärts, schneller als auch schon wie man in meiner Reportage laufender Bergbahn-Projekte sieht.

Ich möchte diese Plattform nutzen, hier einen Katalog von Massnahmen und Thesen vorzustellen. Selbstverständlich freue ich mich auf viel Feedback und noch mehr auf weitere Ideen, die Grindelwald helfen, sich weiter in Richtung "excellence" zu bewegen. Bewusst beziehe ich dabei den gesamten Mikrokosmos Jungfrau mit ein.

9 Thesen zur touristischen Entwicklung von Grindelwald

Viele der hier aufgeführten Ideen werden hoffentlich in den nächsten Monaten, Jahren oder zum Beispiel bis 2030 realisiert. Manche Ideen werden nur ungläubiges Kopfschütteln generieren. Vielleicht führen diese Denkansätze zu weiteren, viel tolleren Ideen oder es finden sich hoffentlich viele Leserinnen und Leser, denen die eine oder andere Idee auch schon jahrelang im Kopf herumgeistert. Wenn man "nur" das Wochenende in den Bergen verbringt, hat man unter der Woche einen gewissen Abstand zu dieser grossartigen Bergwelt, was andere Betrachtungen zulässt. 

Ein Feedback, neue Ideen oder einfach wer sich dazu äussern möchte, sei herzlich dazu einladen. Nun sind Sie an der Reihe:

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